EEG-Umlage ist Ärgernis fürs Handwerk

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Foto: millhouse / pixelio.de

Bereits in der Vergangenheit hat das Handwerk betont, wie sehr man die Erhöhung der EEG-Umlage als Belastung für die Branche sieht. Die nun erneut geplante Erhöhung ab 1. Januar 2013 stößt auf große Verärgerung. Immerhin handelt es sich um eine Steigerung von fast 48 Prozent gegenüber dem derzeitigen Betrag. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert ganz klare Regelungen, die Betriebe nicht noch mehr für die Energiewende zahlen zu lassen.

Zum 1. Januar 2013 ist eine erneute Erhöhung der EEG-Umlage geplant. Diese soll nun nicht mehr 3,59 Cent/ kWh betragen, sondern 5,3 Cent/ kWh. Diese Beträge sind für das Handwerk mehr und mehr inakzeptabel, denn die Mehrheit der Betriebe bleibt auf diesen Kosten sitzen. Bei der derzeitigen Entwicklung scheint auch nicht wirklich eine Änderung der Situation in Sicht zu sein.

Otto Kentzler, Präsident des ZDH, sagt dazu: „Die Erhöhung der EEG-Umlage auf 5,3 Cent/kWh zum 1. Januar 2013 ist eine deutliche Zusatzbelastung nicht zuletzt für den handwerklichen Mittelstand. Ohne zügige Änderung der Förderregelungen für die Erneuerbaren Energien wird die Umlage sogar noch weit über dieses neue Rekordniveau hinaus ansteigen.“

Für den ZDH steht eindeutig fest, dass eine Neuerung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zwingend erforderlich ist. Sollte dies nicht schnellstmöglich umsetzbar sein, so ist der Standort Deutschland in Gefahr, da die Belastungen für den ökologisch notwendigen Ausbau nicht mehr tragbar wären. Der Verfahrensvorschlag, den Bundesminister Altmeier diesbezüglich vorgelegt hat, ist ein erster und richtiger Schritt in Richtung einer Reformierung, dennoch ist die angestrebte Zeit nicht hinnehmbar. Dem Konzept nach  soll nämlich erst im Juni 2013 ein genauer Gesetzentwurf vorgelegt werden. Damit ist aber auch klar, dass ein Inkrafttreten in der aktuellen Legislaturperiode beinahe unmöglich ist.

Ein Vorschlag des ZDH ist aber auch, dass man einen von der Stromsteuer befreiten Verbrauchssockel einführt. Konkret würde dies bedeuten, dass die ersten 2.000 kWh für Privathaushalte und die ersten 4.000 kWh für Gewerbetreibende von der Stromsteuer befreit wären. Mit diesem Modell sieht der ZDH für beide Seiten eine wesentlich geringere Belastung. Aber auch dieser Ansatz stellt nur eine kurzfristige Entspannung dar. Der einzig erfolgreiche Weg kann nur eine Reform des EEG selbst sein und zwar noch in der derzeitigen Legislaturperiode. Für das Handwerk steht fest, dass man sich auch in Zukunft für dieses Ziel engagieren wird.

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