Anfang August ist das neue Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Der Baden-Württembergische Handwerktag bemängelt, dass gerade die Belange kleinerer und mittlerer Handwerksbetriebe dabei nicht berücksichtigt wurden. Im Gegenteil: Durch die EEG-Umlage werden die Kleinen zur Kasse gebeten und subventionieren die Großen. Auch die Einführung der Eigenstromregelung sei kontraproduktiv und gefährde den Erfolg von Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen.
„Das Anliegen des Handwerks, die Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien angemessen zu verteilen, wurde leider nicht bedient“, ärgert sich Joachim Möhrle, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstag. Durch die EEG-Umlage finanzieren die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe die Vergünstigungen für die großen Industriebetriebe. Möhrle wirft der Bundesregierung die verpasste Chance vor, hier für Gerechtigkeit zu sorgen.
Auch die neu eingeführte Eigenstromregelung bei Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen sieht der Landeshandwerkspräsident nicht im Einklang mit den Ziele der Energiewende. Bei einer EEG-Umlage von 2,5 Cent pro Kilowattstunde stehen die verbleibenden Erlöse in keinem Verhältnis zu den hohen Investitionen. Um diese Technologie nicht in die Bedeutungslosigkeit absinken zu lassen, müsse dringend bei der anstehenden Novelle des Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetzes nachgebessert werden.
Lediglich den Erhalt der Bagatellgrenze für Kleinanlagen mit bis zu zehn Kilowatt Leistung begrüßt Möhrle am neuen EEG. Es würde der Energiewende nicht helfen, wenn auch an dieser Stelle Einsparungen vorgenommen worden wären.

















