EEG-Umlage belastet Handwerk

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Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Es gibt politische Themen, die das Handwerk kontinuierlich beschäftigen und dabei auch zu anhaltendem Unmut führen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist genau ein solcher Kritikpunkt gegenüber der Politik. Immer wieder macht das Handwerk deutlich, dass die zu entrichtende EEG-Umlage den Wirtschaftszweig zusätzlich belasten werde und damit auf jeden Fall falsche Signale gesetzt werden.

Vor knapp zwei Wochen fand im Bundesrat die erste Lesung zum Entwurf des Erneuerbaren-Energien-Gesetz statt, welcher vom Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V. (BWHT) sehr kritisch diskutiert wurde. Immerhin ist man davon überzeugt, dass das Handwerk keinerlei Vorteile aus der neuen EEG-Umlage haben werde. Im Gegenteil, man erwartet eine höhere Belastung und dabei vor allem eine ungerechte Verteilung der Kosten gegenüber der Gesamtheit.

Bereits heute ist es so, dass vor allem die kostenintensiven Industrien bei der Entrichtung der EEG-Umlage entlastet werden. Das Argument dabei ist vielfach, dass ein hoher Verbrauch derart starke Kosten verursachen würde, die die jeweilige Industrie gefährden könnte. Also plant man hier weitere Begünstigungen oder auch Härtefallregelungen. Daraus folgt der logische Schluss, dass die Gesamtkosten von 5,1 Milliarden Euro wohl eher steigen könnten statt sinken würden. Doch sind es am Ende gerade die Handwerksbetriebe, die hier abgestraft werden. Denn auch wenn das eine oder andere Gewerk immense Kosten verursache und dabei eine reguläre EEG-Umlage entrichte, so erfährt man keinerlei Begünstigung als Ausgleich. Vielmehr habe man dann auch noch mit der Konkurrenz zu kämpfen, die in einem solchen Gewerk dann nicht mehr handwerklich, sondern industriell tätig ist.

Aber auch an der geplanten Regelung zur Eigenstromnutzung hat das Handwerk etwas auszusetzen. So äußert sich Joachim Möhrle, Landeshandwerkspräsident des BWHT: „Nun soll das Handwerk auf den eigens erzeugten und verbrauchten Solar- und KWK-Strom auch noch 50 Prozent der EEG-Umlage bezahlen, während der von Industriebetrieben produzierte und genutzte Kohlestrom nur mit 15 Prozent belastet wird. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch ein Schlag ins Gesicht der Energiewende.“

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