Arbeitsschutz vor Staubbelastung

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Foto: BG BAU

Man kann gar nicht oft genug sagen, dass der Arbeitsschutz das allerwichtigste im Arbeitsalltag ist. Letztlich sollten die Beschäftigten zu keiner Zeit einem Risiko ausgesetzt sein. Und je gesünder die Belegschaft auf lange Sicht ist, desto mehr haben auch die Betriebe etwas davon. Um die Wichtigkeit des Arbeitsschutzes hervorzuheben gibt es den jährlichen, weltweiten Tag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Im Rahmen dieses Tages wurde auch über die Initiative gegen die Staubbelastung im Steinmetz-Handwerk informiert.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) setzt sich kontinuierlich für den Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit der Beschäftigten in der Bauwirtschaft ein. Dazu gehört auch die Initiative gegen Staubbelastung im Steinmetz-Gewerbe. Gerade in diesem Berufszweig gibt es immer noch die meisten anerkannten Erkrankungen der Atemwege. „Fast die Hälfte aller bei der BG BAU anerkannten quarzbedingten Berufserkrankungen, wie Silikose, Siliko-Tuberkulose und Lungenkrebs betreffen Steinmetze, obwohl die 15.000 Beschäftigten nur ein halbes Prozent aller Versicherten der BG BAU ausmachen“, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Abteilung Prävention der BG BAU.

Erschreckend ist leider auch, dass das Verzeichnen solche Erkrankungen in den letzten Jahren eher steigend als sinkend ist. Die richtigen Maßnahmen zum Arbeitsschutz zu treffen, ist als das A und O für die Gesundheit der Beschäftigten. Die BG BAU hat den weltweiten Tag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz daher zum Anlass genommen, einmal mehr über die Risiken und deren Vermeidung zu informieren.

Betrachtet man den Beruf des Steinmetzes genauer, erkennt man sofort, dass der Beschäftigte hier dauerhaft der Staubentwicklung ausgesetzt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob gemeißelt, gebohrt oder gesägt wird. Lediglich die Belastung mit dem entstehenden quarzhaltigen Staub variiert. Gemäß Messungen der BG BAU liegt die Belastung bei fünf Milligramm Quarzstaub je Kubikmeter Luft. Damit sind die zulässigen Grenzwerte am Arbeitsplatz immer wieder deutlich überschritten. Vor allem der feine, nicht sichtbare Staub ist besonders gefährlich. Die Partikelgröße liegt hier bei weniger als fünf Mikrometer. Es zeigt sich, dass bereits eine kurze Belastung mit solchem Staub schon erste Symptome wie Husten verursacht. Beschäftigte, die also kontinuierlich diesem Staub ausgesetzt sind, erwarten oftmals langfristige und bleibende Schäden des Lungengewebes. Damit verbunden sind immer wieder Lungenkrebs und Tuberkulose.

Die BG BAU sieht mögliche Gegenmaßnahmen, hin zu weniger Staubbelastung, beim Einsatz von Entstaubern, Absaugvorrichtungen und Raumlüftungsanlagen. Entstauber finden beispielsweise immer dann Anwendung, wenn der Staub direkt an der Entstehungsquelle abgesaugt wird. Absaugvorrichtungen sind eine Lösung, wenn das Nutzen eines Entstaubers nicht mehr ausreicht oder entsprechend der jeweiligen Arbeit den Einsatz nicht möglich macht. Speziell Raumlüftungsanlagen sorgen darüber hinaus für einen regelmäßigen Luftaustausch am Arbeitsplatz.

Neben diesen präventiven Maßnahmen zum Arbeitsschutz vor Staubbelastung sollte aber auch dafür Sorge getragen werden, dass die Beschäftigten im Steinmetz-Handwerk immer wieder an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Solche Untersuchungen sind für Betriebe kostenlos, die dem Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst der BG BAU angeschlossen sind. Diese Untersuchungen sind unabdingbar, solange die Staubentwicklung in diesem Berufszweig nicht wesentlich reduziert wird.

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