Ein neues Jahr hat begonnen und doch werden uns wieder Probleme und Herausforderungen aus dem letzten Jahr begleiten. So auch der Fachkräftemangel, der uns wohl noch über einige Jahre Kopfzerbrechen bereiten wird. Vor allem, wenn nicht schnellstmöglich ein Umdenken stattfindet. Dabei wendet sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) insbesondere an die Politik. Dabei spielt man hier auf eine Ausbildungsumlage an, die nach Vorstellungen der IG BAU, die gesamte deutsche Wirtschaft tragen sollte.
Das fachliche Know-How von Mitarbeitern in Betrieben ist nicht zu unterschätzen und teilweise in Geld schwer zu bezahlen. Dies zeigt sich immer wieder, wenn man sieht, wie schwierig die Nachwuchsgewinnung von Fachkräften ist. Das liegt zum einen natürlich an dem Mangel von qualifizierten Schulabgängern. Zum anderen aber auch daran, dass finanzielle Anreize und Unterstützungen fehlen.
Innerhalb der Bauwirtschaft hat sich eine Ausbildungsumlage bereits bewährt. So zahlen hier alle Betriebe eine Umlage. Ausbildungsbetriebe wiederum erhalten diese Umlage dann und amortisieren so einen Großteil der ihnen entstehenden Ausbildungskosten. Die Kosten der betrieblichen Ausbildung werden vollkommen ersetzt und die Ausbildungsvergütung wiederum gestaffelt nach jeweiligen Lehrjahren. So werden durch dieses Solidaritätsprinzip vor allem die kleineren Betriebe unterstützt und gleichzeitig zur Ausbildung von Jugendlichen motiviert.
Eine solche Ausbildungsumlage fordert die IG Bau daher nun auch gesamtwirtschaftlich. Dafür appelliert man an die Politik, sich stark zu machen, eine solche Umlage einzuführen. Letztlich würde es allen helfen, wenn endlich ein Weg raus dem Fachkräftemangel gefunden und vor allem gegangen wird. Solange dies nicht nachdrücklich vorangetrieben wird, fehlt vielen Jugendlichen eine Perspektive. Das sollte jedoch keiner zulassen.

















