Baugewerbe erkennt Potenzial: BIM-Nutzung verdreifacht

Baugewerbe erkennt Potenzial: BIM-Nutzung verdreifacht

Immer höher werden die Anforderungen an die Betriebe im Baugewerbe und Ausbaugewerbe. Im Fokus stehen dabei Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung kann dabei helfen, diesen Anforderungen gerecht zu werden. So ist mit Building Information Modeling (BIM) eine optimale Planung möglich. Das erkennen inzwischen auch immer mehr Handwerksbetriebe. Daher hat sich der Anteil der Unternehmen, die auf BIM setzen, in den letzten zwei Jahren fast verdreifacht.

Die Erwartungen an die Betriebe im Baugewerbe und Ausbaugewerbe in Deutschland werden ständig anspruchsvoller. Besonders gefragt ist Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Neubauten, Sanierungen und Renovierungen. Um den Herausforderungen gewachsen zu sein, können digitale Innovationen helfen. Diese neuen Technologien machen ein klimagerechtes Sanieren möglich und helfen, schnell und einfach größere Bauvorhaben zu verwirklichen. Für die Betriebe ist das auch besonders im Hinblick auf den Fachkräftemangel sehr hilfreich. Ein wichtiges Instrument dabei ist Building Information Modeling (BIM). Die Software macht eine optimierte Planung möglich und hilft bei der Ausführung sowie Bewirtschaftung von Gebäuden. Das geschieht durch die digitale Erfassung der Gebäudedaten und durch die Erstellung eines Gebäudezwillings. Dabei besteht ein großer Vorteil darin, dass sich durch das virtuelle Erfassen eines Gebäudes Fehler vermeiden lassen und damit zur Schonung von Material, Kosten und Ressourcen beigetragen werden kann.

Der Anteil der BIM-Nutzer im Baugewerbe hat sich verdreifacht

Unter den Handwerksbetrieben hat sich der Anteil der BIM-Nutzer in den letzten zwei Jahren fast verdreifacht. 16 Prozent der Betriebe nutzen mittlerweile BIM-Software, im Jahr 2020 waren es erst sechs Prozent. Weitere neun Prozent planen zumindest den Einsatz dieser Software. Im Vergleichsjahr waren es noch drei Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) unter 503 Handwerksbetrieben, darunter 271 Betrieben aus dem Bau- und Ausbaugewerbe. Denn noch immer ist die Bauwirtschaft neben dem Verkehrssektor und der industriellen Produktion für den größten Ausstoß von CO2-Emissionen verantwortlich. Gerade im Baugewerbe bestehen große Chancen, nachhaltiger zu arbeiten. “Die Herausforderungen bei Sanierung und Neubau sind groß”, erklärt Klaas Moltrecht, Referent für PropTech & Immobilienwirtschaft beim Bitkom. “Alle Betriebe und Unternehmen im Bau- und Ausbaugewerbe sollten prüfen, ob der Einsatz von BIM-Software und anderer digitaler Tools in ihrem Tätigkeitsprofil Sinn macht, da hier erhebliche Potenziale liegen, Bauen effizienter durchzuführen.“

Die Digitalisierung hilft, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen

Insgesamt sind die Klimaschutzanforderungen hoch. Hinzu kommen die unterbrochenen Lieferketten und Materialengpässe sowie der Fachkräftemangel. Das macht es schwer, die Ziele für den Wohnungsbau zu erreichen. Deshalb heiß es, das volle Potenzial der Digitalisierung zu entfalten. Die Handwerksorganisationen engagieren sich deshalb, um BIM noch bekannter zu machen. Das komplette digitale Potenzial muss dafür ausgeschöpft werden. Dazu bedarf es aber auch, die Rahmenbedingungen und die Zugänge zu schaffen. Für die Digitalisierung werden außerdem leistungsstarke Breitbandanschlüsse gebraucht. Leider sind die Möglichkeiten von BIM noch nicht in allen Betrieben angekommen. Rund 46 Prozent der Betriebe können damit noch nichts anfangen. Es handelt sich dabei allerdings oftmals um Kleinstbetriebe, die auf Reparaturen in Privathaushalten spezialisiert sind.

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