Große WorldSkills-Erfolge fürs Baugewerbe

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Foto: WorldSkills Germany

Bei der diesjährigen Berufs-Weltmeisterschaft WorldSkills gewannen die Teilnehmer aus dem Baugewerbe in unterschiedlichen Gewerken gleich zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. An vier Tagen Ende letzter Woche bewiesen die jungen Profis ihr Können und setzten sich damit gegen Wettbewerber aus der ganzen Welt durch. Insgesamt erreichte das deutsche Team Platz sieben.

Mittlerweile alle zwei Jahre, immer zwischen Olympia und der Fußball-WM, kommen junge Berufstätige unter 22 Jahren aus der ganzen Welt zusammen, um sich in unterschiedlichen Gewerken miteinander zu messen. Vom 12. bis 15. August 2015 fand gerade wieder in Sao Paulo diese Berufsweltmeisterschaft WorldSkills statt. Mit rund 1.200 Teilnehmern war die 43. Veranstaltung die bisher größte seit den Anfängen im Jahr 1950. Zuschauer und Teilnehmer waren aus 59 Ländern angereist, um im umfunktionierten Ibirapuera Gymnasium die Besten in den 50 Berufsfächern zu bestimmen.

Auch “Team Germany” war mit 41 Teilnehmern aus 37 unterschiedlichen Berufen vertreten, die sich zuvor in mehrstufigen Auscheidzungsverfahren für die Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft qualifiziert haben. Damit war es auch die bisher größte bei den WorldSkills angetretene deutsche Nationalmannschaft und konnte am Ende 22 Auszeichnungen gewinnen. Insgesamt erreicht das Baugewerbe mit Haupt- und Ausgewerbe den Löwenanteil mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Der Zimmerer Simon Rehm (22) aus dem bayerischen Weinsfeld bei Hilpoltstein konnte den Titel der letzten WorldSkills 2013 in Leipzig übertreffen und wurde nicht nur Weltmeister, er sicherte sich als Punktsieger innerhalb der deutschen Mannschaft auch den Titel “Best of Nation”. Ebenfalls Weltmeister wurde der 21-jährige SHK-Anlagenmechaniker Nathanael Liebergeld aus dem sächsischen Ehrenfridersdorf. Die beiden Betonbauer Dennis Behrens (20, aus Scheeßel/Niedersachsen) und Pascal Gottfried (21, aus Rattelsdorf/Bayern) holten für das Nationalteam Deutsches Baugewerbe eine Silbermedaille. Außerdem erkämpfte sich der 21-jährige Stuckateurmeister Lukas Prell aus dem nordrhein-westfälischen Aldenhoven ebenfalls die Silbermedaille und verfehlte damit nur knapp den Weltmeistertitel und die Titelverteidigung.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse war die Freude groß.”Den jungen Menschen kann man nur gratulieren: Allein schon sich diesem Wettbewerb zu stellen, war eine Herausforderung für sich, die sie mit Bavour gemeistert haben”, würdigt Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB). “Aufgrund ihrer soliden Ausbildung waren sie in der Lage, die Wettbewerbsaufgaben mit bestem Erfolg zu lösen. Sie sind die wahren Botschafter unseres Handwerks.” Denn die große Anzahl an Exzellenzauszeichnungen erfreute auch allseits. “Mit der recht hohen Zahl von ‘Medallion for Excellence’ für das Erreichen der anspruchsvollen 500-Punkte-Marke haben die deutschen Teilnehmer unter Beweis gestellt, dass sie international ein starkes Wörtchen mitreden können in ihren Berufssparten, dank des erfolgreichen dualen Bildungssystems”, freut sich auch Hubert Romer, Official Delegate und Geschäftsführer von WorldSkills Germany. So wurden der Maurer Marco Bauschke (21, aus Drelsdorf/Schleswig-Holstein) und Tim Welberg (20, aus Ahaus/Nordrhein-Westfalen) ebenfalls für ihre herausragenden Leistungen mit einer Medallion for Excellence ausgezeichnet.

“Das ganze Sanitär-, Heizung- und Klimahandwerk ist stolz auf seine herausragende Leistung”, lobte Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) den weltbesten SHK-Anlagenmechaniker. Und auch der Hauptgeschäftsführer der Baugewerblichen Verbände, Lutz Pollmann freut sich: “Wir sind überaus stolz, einen so qualifizierten jungen Handwerker in unseren Reihen zu haben. Er ist ein Vorbild erster Güte und beweist, wie gut die Berufsausbildung in unserem Fach in Deutschland ist.”

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