Klug in Fachkräfte investieren: Weiterbildung zum Meister

Foto: leikapro / envatoelements

Das Handwerk braucht mehr Meister, doch das ist mit hohen Kosten verbunden. Betriebe können ihre Mitarbeiter jedoch finanziell unterstützen. Eine Weiterbildung zum Handwerksmeister ist gleichzeitig eine Investition in die Zukunft. Das Ergebnis ist ein produktiver Arbeitnehmer. Leider bleiben nicht alle Mitarbeiter nach der Meisterprüfung im Betrieb und überlassen den Arbeitgebern die Kosten. Unternehmen können sich mit einer entsprechenden Rückzahlungsvereinbarung schützen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte sich der Betrieb rechtlich beraten lassen.

Es ist allgemein bekannt, dass Deutschlands Handwerk mehr Meister braucht. Die Weiterbildung zum Meister ist allerdings mit hohen Kosten verbunden. Daher sollten die Betriebe ihre Mitarbeiter auf diesem Weg unterstützen. „Die Übernahme der Kosten im Rahmen der Meisterprüfung fördert die eigenen Fachkräfte und stärkt die Qualitätsstandards im Betrieb“, erklärt Alexander Dirks, Leiter des Geschäftsbereichs Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. „Gut geregelt profitieren so Arbeitnehmer, aber auch Arbeitgeber.“ Letztendlich ist es eine Entscheidung für die Zukunft, die Mitarbeiter bei der Weiterbildung zum Meister zu unterstützen. Denn im Schnitt kommen Kosten von bis zu 10.000 Euro auf den Mitarbeiter zu. Neben dem Aufstiegs-BAföG und der steuerlichen Geltendmachung kann mit dem Betrieb eine Kostenübernahme der Gebühren vereinbart werden.

Kostenübernahme der Weiterbildung steigert eigene Attraktivität

Wenn die Arbeitgeber in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, haben sie nicht nur einen zufriedenen und gut qualifizierten Mitarbeiter, sondern das Unternehmen steigert auch seine Attraktivität. Damit sich die Kosten auch amortisieren, bedarf es klare Regeln. Nicht selten kommt es vor, dass ein Mitarbeiter nach der Weiterbildung den Betrieb verlässt. Der Arbeitgeber bleibt dann auf den Kosten sitzen. Der Betrieb kann sich am besten mit einer Rückzahlungsvereinbarung und Betriebsbindung gegen ein solches Szenario schützen. Dabei muss klar geregelt werden, welche Kosten und in welcher Höhe der Betrieb übernimmt. Wichtig ist auch das Thema Lohnfortzahlung bei einer Freistellung.

Rückzahlung & Bindung – Damit der Meister erhalten bleibt

In dem Vertrag sollte auch eine Rückzahlung festgehalten werden, wenn ein Mitarbeiter danach doch den Betrieb verlässt. Die Faustregel ist, je länger die Weiterbildung dauert, umso länger ist eine Betriebsbindung. Die Unternehmen sollten sich rechtlich beraten lassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Nur so kann gewährleistet sein, dass dieser Schritt für beide Seiten auch gewinnbringend ist.

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