Kommunen scheuen Investitionen

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Foto: Roland Riethmüller

Schaut man sich die Straßen in Deutschland an, sieht man in vielen Kommunen deutlich einen Notstand. Schlaglöcher, die nur notdürftig geflickt wurden oder andere Infrastrukturprobleme, die inakzeptabel sind. Doch trotz dieser katastrophalen Zustände fließen zu wenige Investitionen in diese „Baustellen“. Die Folge ist, dass einige Regionen immer mehr verkommen und der Standort Deutschland auf lange Sicht immer unattraktiver wird. Investitionen in die Zukunft müssen deshalb Prämisse sein, um langfristig am Markt zu bestehen.

Viele Bundesländer klagen über desolate Verhältnisse ihres Haushalts, weil die Kommunen zu wenig Geld freigeben. Während immer häufiger die Bezüge steigen, bleiben finanzielle Mittel für öffentliche Zwecke außen vor. Auch die Handwerkskammer Halle (Saale) kritisiert das für ihr Gebiet. Immerhin ist die Summe an Investitionen pro Einwohner nur noch halb so groß wie im Vorjahr.

Insbesondere Investitionen in die kommunale Infrastruktur sowie auch in energiesparende Maßnahmen sind von größter Bedeutung, wenn man die Wettbewerbsfähigkeit erhalten möchte. Vor allem muss sich jeder darüber bewusst sein, dass man heute vielleicht spart, wenn man die eine oder andere Investition in der Kommune einspart. Doch auf lange Sicht wird diese Haltung nach hinten losgehen, weil durch mangelnde Investitionen neue Finanzdefizite entstehen. Wer heute eine Maßnahme scheut, wird diese später wohlmöglich noch teurer bezahlen müssen.

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle (Saale) sagt: „Auch im Handwerk wird nicht jedes Jahr eine neue, teure Maschine angeschafft, aber regelmäßige Ersatzinvestitionen sind nun mal notwendig, um am Markt zu bestehen. Auf einer jahrelang verschlissenen Drehbank kann ich keinen Kundenwunsch mehr erfüllen.“

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