Nachhaltigkeit in der Baubranche gehört zu den zentralen Themen unserer Zeit. Dabei gewinnen die Kreislaufwirtschaft und Urban Mining zunehmend an Bedeutung, um Rohstoffe zu schonen und CO2-Emissionen zu senken. Vorreiter setzen verstärkt auf innovative Recyclingprojekte und steigert die Wiederverwertung von Baustoffen kontinuierlich. Mit mobilen Anlagen, einem neuen Recyclingcenter und der ersten Gips-zu-Gips-Anlage Österreichs wird anschaulich demonstriert, wie nachhaltiges Bauen gelingt und dabei wirtschaftlich bleibt. Ein Modell für die Zukunft der Bauwirtschaft.
Die Bauindustrie steht zunehmend unter Druck, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, um den ökologischen Fußabdruck der Branche zu reduzieren. Ein vielversprechender Ansatz ist dabei die Kreislaufwirtschaft, die den Lebenszyklus von Baustoffen verlängert und den Bedarf an Primärrohstoffen senkt. Dieses Konzept gewinnt in der Bauwirtschaft stetig an Bedeutung – nicht zuletzt durch Pioniere wie die Porr Gruppe, die mit innovativen Projekten und Technologien den Wandel aktiv vorantreibt. Ein zentrales Element der Nachhaltigkeitsstrategie des österreichischen Baukonzerns Porr ist das Prinzip „Green and Lean“, das sowohl ökologische als auch ökonomische Effizienz in den Mittelpunkt rückt. Mit beeindruckenden 2,8 Millionen Tonnen recyceltem Material im Jahr 2023 zeigt das Unternehmen, welches Potenzial in der Wiederverwertung steckt. Die jährliche Steigerung der Recyclingmenge um etwa 13 Prozent zwischen den Jahren 2021 und 2023 unterstreicht die konsequente Umsetzung dieser Strategie. Besonders hervorzuheben ist die erste Gips-zu-Gips-Recyclinganlage Österreichs, die seit Herbst 2023 in Betrieb ist und eine Jahreskapazität von 60.000 Tonnen aufweist. Diese Anlage deckt den gesamten Bedarf im Osten des Landes und schließt Materialkreisläufe auf regionaler Ebene.
Mobile Recyclinganlagen und Urban Mining als Ressourcenschatz
In Deutschland setzt Porr verstärkt auf mobile Recyclinganlagen, die direkt auf Baustellen eingesetzt werden. Dadurch lassen sich Transportwege minimieren und Ressourcen noch effizienter nutzen. Besonders das Konzept des Urban Mining zeigt, wie Rückbauprojekte neue Rohstoffquellen erschließen können. Beim Rückbau großer Industrieanlagen wie dem RWE Kraftwerk Voerde oder dem Vattenfall-Heizkraftwerk Wilmersdorf werden wertvolle Sekundärrohstoffe gewonnen, die für Tragschichten, Pflasterbettungen oder als Pflanzsubstrate erneut Verwendung finden.
Kreislaufwirtschaft im Hochbau: Materialien gezielt wiederverwerten
Auch im Hochbau gewinnt die Kreislaufwirtschaft an Bedeutung. Das Rathausprojekt im hessischen Korbach ist hierfür ein wegweisendes Beispiel. Beim Abbruch der Rathauserweiterung aus den 70er Jahren wurden mineralische Abbruchmaterialien ortsnah aufbereitet und direkt im Neubau wiederverwendet. Alle eingesetzten Materialien wurden dabei so gewählt und verarbeitet, dass sie bei künftigen Rückbau- oder Sanierungsmaßnahmen sortenrein getrennt und erneut recycelt werden können.
Recycling Center setzt neue Maßstäbe in der Bauabfallverwertung
Ein weiterer Meilenstein ist das Recycling Center Himberg in Österreich, das mit einer Kapazität von bis zu 700.000 Tonnen Bauabfällen pro Jahr zu den größten Anlagen des Landes zählt. Hier werden Ziegel-, Beton- und weitere mineralische Restmassen hochwertig aufbereitet und für den industriellen wie privaten Einsatz als Recyclingprodukte nutzbar gemacht.
Anerkennung für konsequente Nachhaltigkeitsstrategie
Das Engagement von Porr bleibt auch extern nicht unbemerkt. Bereits zum vierten Mal in Folge erhielt das Unternehmen das „AA“-Rating von MSCI, einem führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen. Damit bestätigt Porr seine Rolle als Vorreiter in der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft innerhalb der Bauwirtschaft und zeigt, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg miteinander vereinbar sind.

















