Studie enthüllt: Materialbeschaffung kostet Handwerk viel Zeit

Studie enthüllt Materialbeschaffung kostet Handwerk viel Zeit
Foto: Roland Riethmüller

Eine aktuelle Studie belegt, dass die Materialbeschaffung für Handwerksbetriebe auch im Jahr 2023 immer noch sehr zeitintensiv und aufwendig ist. Der größte Zeitfresser ist die Überwachung der Liefertermine und die Suche nach Alternativartikeln. Die Bestellungen gehen hauptsächlich via E-Mail und über die Händlershops online ein. Aus der Erhebung ist auch hervorgegangen, dass die Materialknappheit kein unlösbares Problem ist. Über die Hälfte der befragten Betriebe war davon gar nicht betroffen.

Die Materialbeschaffung kostet die Handwerksbetriebe viel Zeit. Das ergab eine aktuelle Studie von OneQrew. „Neben der Knappheit bestimmter Artikel ist das Handwerk nach wie vor noch vom Fachkräftemangel betroffen. In dieser Situation kann es sich eigentlich kein Betrieb leisten, dass Mitarbeiter ihre wertvolle Zeit opfern müssen, um online aufwendig alternative Artikel zu recherchieren, E-Mail-Anfragen zu schreiben oder verschiedene Händler abzutelefonieren“, erklärt Dominik Hartmann, Geschäftsführer von OneQrew. Die Hürden bei der Digitalisierung müssen einfach überwunden werden. Dafür bedürfe es aber branchenübergreifender Standards.

Materialknappheit ist kein unlösbares Problem

Im Handwerk ist die Materialknappheit keine unlösbare Herausforderung. 56 Prozent konnten die Probleme lösen. 23 Prozent waren überhaupt nicht davon betroffen. Allerdings kostet die Knappheit an Material viel Zeit. 42 Prozent gaben an, dass es zeitaufwendig sei, alle Liefertermine im Auge zu behalten. 41 Prozent gaben sogar an, dass die Recherche sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Die Gegenmaßnahme sei, gleich mehr zu bestellen oder die Bestellungen bei verschiedenen Händlern zu machen. Dabei sei der Abruf und Vergleich der Preise der größte Zeitfresser. Das gaben immerhin 39 Prozent an.

Noch immer dominieren bei den Bestellungen die E-Mail-Variante und Bestellungen über Online-Shops. Nur 18 Prozent ordern die Waren per Telefon. Fest stehe außerdem, dass zur Materialbeschaffung einheitliche Schnittstellen fehlen. Eine Verbindung mit der Händlersoftware sei somit gar nicht möglich.

Masterdata als Chance zur einheitlichen Materialbeschaffung

70 Prozent nutzen wegen der fehlenden einheitlichen Software-Schnittstellen überhaupt noch keine Branchensoftware. Rund 70 Prozent kennen noch nicht einmal die neuste Software Open Masterdata. Doch nicht nur die Sorgen um die Materialbeschaffung sind das Thema. Noch immer sind viele vom Fachkräftemangel betroffen. Unter diesen Voraussetzungen kann es sich kein Betrieb leisten, dass die Mitarbeiter zeitintensiv nach alternativen Artikeln suchen müssen. Die Vision ist es, ein Programm zu entwickeln, in dem die Programme miteinander kommunizieren können. Das würde die Mitarbeiter entlasten. Mit Masterdata wäre eine leichtere Materialbeschaffung möglich.

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