Die Kapazität von Wohnraum ist in Deutschland unterschiedlich stark ausgeprägt. Während gerade in den ländlichen Gebieten die Situation etwas entspannter ist, ist sie in den Ballungsräumen geradezu angespannt. Hier ist teilweise zu wenig Wohnraum vorhanden und wenn neuer entsteht, dann in der Regel im Mehrfamilienhausbausegment. Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat das zum Anlass genommen, Bauakteure nach ihrer Konjunkturerwartung zu befragen.
Die Neubauaktivität im Wohnungsbau ist in Deutschland immer noch ungebrochen hoch. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2013 in Deutschland immerhin mehr als 100.000 Wohngebäude fertiggestellt. Dennoch ist die Ausprägung der einzelnen Bausegmente sehr verschieden und hängt stark von der einzelnen Region ab, in der gebaut wird.
BauInfoConsult hat in diesem Rahmen insgesamt 493 Architekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure nach den Wohnungsgebäudetypen befragt, die sie in den nächsten Jahren am stärksten nachgefragt sehen. Es wurden dabei nur diejenigen befragt, die 50 Prozent oder mehr ihres Umsatzes im Wohnungsbau erwirtschaften. Darüber hinaus galt es, nicht nur eine vage bundesweite Einschätzung abzugeben, sondern sich vor allem auf die eigene Region zu beziehen, in der man selber tätig ist. Die Mehrheit der Befragten – letztlich jeder Zweite – kam dabei zu dem Schluss, dass vor allem im Einfamilienhausbausegment ein starker Zuwachs erwartet wird.
Dieses Ergebnis ist insofern überraschen, da es in den letzten Jahren eher langsam gewachsen ist. Dagegen war es der kleinere geschosswohnungsbau, der in der Vergangenheit die großen Zuwächse eingefahren hat. Das mag aber wohl auch daran liegen, dass solche Gebäude speziell in Ballungsgebieten eher nachgefragt werden als Einfamilienhäuser.
Zusammenfassend lässt sich wohl feststellen, dass der Einfamilienhausbau zwar stärker steigen wird, jedoch mehrheitlich immer noch in den ländlich geprägten Regionen.

















