Wenig Akzeptanz für Flüsterasphalt im Straßenbau

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Foto: Hartmut910 / pixelio.de

Auch im Baubereich gibt es Innovationen. Oftmals werden viele davon jedoch nur milde belächelt, die Baubranche ist eher traditionell geprägt. Im Straßenbau kämpft jetzt der Flüstersaphalt um Akzeptanz. Doch viele Experten räumen der Innovation wenig Chancen ein und halten den neuen Straßenbelag immer noch für marktreif. Die größten Vorurteile liegen in der Haltbarkeit und der Wirtschaftlichkeit vom Flüsterasphalt.

Ob Carbon- oder Textilbeton, Mörtelpads oder Beton aus dem 3D-Drucker, auch für den Bau werden neue Produkte und Technologien entwickelt. Doch auf der anderen Seite ist kaum eine Branche Innovation gegenüber so skeptisch eingestellt wie die Bauwirtschaft. Auch im Straßenbau verhält es sich nicht anders. So streiten sich die Spezialisten, ob Flüsterasphalt eine Zukunft hat oder nicht. Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult wollte es genau wissen und hat 53 Spezialisten in Straßenbauunternehmen nach Ihrer Erwartung im Bezug auf den Einsatz von Flüsterasphalt in den nächsten Jahren befragt.

Viele halten Flüsterasphalt für noch nicht ausgereift

Die größte Sorge der Tiefbauspezialisten gilt dem Entwicklungsstand von Flüsterasphalt: 71 Prozent halten ihn für noch nicht komplett ausgereift. Auch hinsichtlich der Haltbarkeit fehlt vielen die Marktreife, so halten 63 Prozent der Befragten herkömmlichen Asphalt immer noch für haltbarer.

Ob es weitere Überzeugungskraft braucht oder technologische Nachbesserungen, der weitverbreitete Einsatz wird demnach ziemlich angezweifelt. Trotz aller Vorteile, die die neue Technologie bietet, um die Lärmbelästigung einzuschränken, sehen viele Experten keinen verstärkten Einsatz in den nächsten Jahren. Denn 23 Prozent halten Flüsterasphalt schlichtweg immer noch für zu teuer zum Einsatz im öffentlichen Straßenbau. Angesichts der knappen Kassen vieler Bundesländer und Kommunen ist dieser Aspekt durchaus nachvollziehbar. Acht Prozent sehen überhaupt kein Potential in der neuen Technologie, und vier Prozent halten immer noch die Haltbarkeit für das größte Problem.

Trotz Anti-Aquaplaning erwarten nur Wenige den Durchbruch

Nur wenige Tiefbauspezialisten sehen tatsächlich einen verstärkten Einsatz in den nächsten Jahre: immerhin vier Prozent gehen aufgrund der Anti-Aquaplaning-Wirkung von einer zunehmenden Verwendung von Flüsterasphalt aus. Primär dort, wo es verstärkt auf Lärmschutz ankommt, wird die Innovation wohl zum Einsatz kommen, schätzen sogar 13 Prozent der befragten Personen ein. Während elf Prozent einen langsam zunehmende Verwendung von Flüsterasphalt in Deutschland prognostizieren, gehen sechs Prozent nur von einem deutlich geringeren Einsatz als im Ausland aus. Dass am Ende ganze 43 Prozent überhaupt keine Meinung zu dem Thema haben, zeigt auch wie ungewiss die Innovation Flüsterasphalt ist.

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