Zehntausende genehmigte Wohnungsbauprojekte warten auf ihre Umsetzung. Die EH55-Förderung soll diesen Bauüberhang auflösen und zeigt offenbar Wirkung: Seit Dezember 2025 wurden bereits 50.000 Wohnungen gefördert. Das erzeugt neue Impulse und könnte der Bauwirtschaft zusätzliche Aufträge bringen. Allerdings werden die Fördermittel knapp. Von ursprünglich rund 800 Millionen Euro sind nur noch 69 Millionen Euro verfügbar und eine Aufstockung ist nicht geplant.
Mit der Förderstufe EH55 Plus sollen Bauherren und Investoren dazu bewegt werden, baureife Wohnungsbauprojekte tatsächlich umzusetzen. Das zeigt mittlerweile offenbar Wirkung und sorgt damit für Bewegung im Wohnungsbau. Seit dem Start der wieder eingeführten EH55-Förderung im Dezember 2025 wurden bereits 50.000 Wohneinheiten gefördert. Damit werden vor allem bereits genehmigte, aber bislang nicht gestartete Bauprojekte aus dem Bauüberhang aktiviert. Denn Voraussetzung ist eine gültige Baugenehmigung, gleichzeitig darf mit dem Bau noch nicht begonnen worden sein. Gefördert werden Neubau und Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Private und gewerbliche Investoren erhalten zinsverbilligte KfW-Kredite, für Kommunen stehen Zuschüsse zur Verfügung. Allerdings wird das Geld knapp: Von ursprünglich rund 800 Millionen Euro stehen nur noch etwa 69 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Aufstockung ist derzeit nicht geplant.
EH55-Förderung soll Bauüberhang im Wohnungsbau abbauen
Die Förderung richtet sich gezielt gegen den hohen Bestand genehmigter, aber nicht realisierter Bauvorhaben. Bundesbauministerin Verena Hubertz sieht in den 50.000 geförderten Wohnungen innerhalb weniger Monate deshalb ein deutliches Signal. “Hinter dieser Zahl stehen Projekte, die längst genehmigt waren, aber nicht in die Umsetzung kamen”, bestätigt Hubertz. “Genau da setzt EH-55 Plus an: Wir holen diese Vorhaben aus der Schublade und bringen sie auf die Baustelle. Mein Appell an alle Bauherrinnen und Bauherren: Wer ein genehmigtes Projekt in der Schublade hat, sollte jetzt schnell handeln.“
Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bewertet die Entwicklung positiv. “Wir freuen uns, dass die Förderung den richtigen Investitionsimpuls gibt und dazu beiträgt, dass baureife Projekte jetzt umgesetzt werden“, sagt Melanie Kehr, Mitglied des Vorstands der KfW. “Das schafft Tempo beim Abbau des Bauüberhangs – und bringt zugleich neuen Wohnraum auf den Weg, der das Klima entlastet und die Wohnnebenkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft niedrig hält.“
Nur noch 69 Millionen Euro für EH55 Plus
Für Bauunternehmen dürfte vor allem entscheidend sein, wie lange der Förderimpuls noch anhält. Die EH55-Förderung läuft nur, solange Bundesmittel für die Zinsverbilligung vorhanden sind, spätestens jedoch bis zum Jahresende. Eine Aufstockung des verbliebenen Fördervolumens von rund 69 Millionen Euro ist laut Bundesbauministerium nicht vorgesehen.
Voraussetzung für EH55 Plus ist neben dem Effizienzhausstandard eine Wärmeerzeugung vollständig aus erneuerbaren Energien. Gas und Öl sind ausgeschlossen, möglich sind beispielsweise Wärmepumpen, Fernwärme, Solarwärme oder Biomasse.
Bund verbessert Förderung für Wohneigentum
Parallel verbessert der Bund die Konditionen beim Programm “Wohneigentum für Familien“. Bei einer Laufzeit von 35 Jahren und zehnjähriger Zinsbindung liegt der Effektivzins nun bei einem Prozent. Bei zehn Jahren Laufzeit und ebenfalls zehnjähriger Zinsbindung sinkt er sogar auf 0,01 Prozent. Damit soll neben der Aktivierung bereits genehmigter Projekte auch der Neubau von Wohneigentum zusätzliche Impulse erhalten.


















Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Wohnungen. Also Baugenehmigungen mit Grundstück.
Es könnte gebaut werden. Aber es rechnet sich nicht.
Aber, ein Immobillist, der Wohnungen bauen lässt, will diese Wohnung durch vermieten oder verkaufen wirtschaftlich ertragreich verwerten. Denn das ist der Sinn dieser Tätigkeit.
Aber, wenn die Ewiggestrigen und Besitzstandswahrer im Wohnungsbau mit der Immobilienverwertung allgemein eine EK-Rendite von weniger als 3% erwirtschaften bzw. erzielen können, ist das kein wirklich erstrebenswertes Resultat.
Egal was die Politik hinsichtlich des kostengünstigen Wohnungsbaus verkündet, diejenigen, deren Einkommen bzw. Honorare durch die Höhe der Baukosten bestimmt werden, haben kein Interesse an niedrige Baupreise beim Bau von Wohnungen.
Also Baubetriebe, Makler, Architekten, Projektentwickler, Notare, Steuerbehörde oder auch die Fonds-Verwalter.
Deshalb das ewige Geschrei nach Subventionen.
Also sogenannter geförderter Wohnungsbau in Verbindung mit der Sozialbindung, die nach 15 Jahren wegfällt.
Der Mieter muss dann die marktüblichen Mieten bezahlen oder ausziehen.
Also immer zum Nachteil des Mieters.
Eine Alternative im Wohnungsbau mit Mieten für jedes Einkommen und ohne Subventionen wäre die Entflechtung von der Beton-Fraktion hin zu effizienteren Bauweisen.
Eine Kosten- und Bauzeitreduzierung entsteht vor allem durch Optimierung von Effizienz bei Ressourcen und Prozesse.
Weniger Material, weniger Bauteile, weniger Prozesse, weniger Kosten, weniger Bauzeit,