Nachhaltige Bodenbeläge gefragt – Parkett gewinnt Marktanteile

Nachhaltige Bodenbeläge gefragt - Parkett gewinnt Marktanteile
Foto: Roland Riethmüller

Rund ein Fünftel des Marktanteils der Bodenbeläge entfällt auf Parkett. Dieser Anteil dürfte sich in Zukunft noch erhöhen, denn der Bodenbelag ist gut für den Umweltschutz. Die beliebteste Holzart ist mit Abstand Eiche. Das liegt an der Maserung und den vielen Bearbeitungsmöglichkeiten. Wegen des Kriegs in der Ukraine gab es zeitweise einen Engpass. Die Lage hat sich jedoch wieder gebessert.

Parkett wird immer beliebter. Mittlerweile bringt es der Baustoff im Gegensatz zu vor ein paar Jahren auf ein Fünftel Marktanteil der Bodenbeläge. In Zukunft wird sich sein Stellenwert noch weiter erhöhen. Die entscheidenden Faktoren sind der Klimaschutz, der Wohlfühleffekt und der Komfort. Das Naturprodukt hat eine Speicherleistung von 3,48 Kilogramm Kohlenstoff pro Quadratmeter. Im Wald, wo der Rohstoff wächst, wird CO2 von den Bäumen aufgenommen und als Kohlenstoff in den Pflanzen gespeichert. Im Holzboden wird der Kohlenstoff dann viele Jahrzehnte gespeichert. Wer Parkett verlegt, betreibt aktiven Klimaschutz. „Wir begrüßen daher auch den ‘Grünen Deal’ der Europäischen Union mit seinem Fokus auf klima- und umweltschonendem Wirtschaften, der die thermische Nutzung der Reststoffe zur Trocknung unserer nachhaltigen Produkte als CO2-neutral einstuft“, erklärt Michael Schmid, der Vorsitzende vom Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp).

Verlegen der Bodenbeläge: Was sind die Trends?

Bei der Entscheidung der Verbraucher spielt die gewünschte Raumwirkung eine große Rolle. So empfiehlt Schmid die Verlegung der Dielen entlang des Lichteinfalls des größten Fensters. “Auf diese Weise folgen die Dielen dem Verlauf des Lichts, das Fugen und kleine Unebenheiten schluckt”, so Schmid. “Das Resultat ist eine glatte, ebenmäßige Oberfläche, die eine harmonische Wirkung erzeugt.“ Doch es sei auch eine Verlegung an den Längs- und Querseiten eines Raums möglich. Das mache einen Raum breiter. Wird mehr Tiefe gewünscht, sollte der Bodenbelag parallel zur Längsseite verlegt werden. Besonders populär ist aktuell wieder das Fischgrätmuster.

Welche Holzarten von Parkett sind besonders gefragt?

Beim Mehrschicht-Parkett ist für die oberste Lage Eiche besonders beliebt. Das liegt an der Maserung und der vielen Bearbeitungsmöglichkeiten. Die zwischenzeitlich entstandenen Knappheiten aufgrund des Ukraine-Kriegs haben sich wieder entspannt. Es gibt aber noch weitere beliebte Holzarten. Dazu zählen Buche, Esche und Roteiche sowie Kirche und Nussbaum. Laut Schmid sei auch die Parkettbranche im Krisenjahr 2022 wie viele Branchen auf den Boden der Tatsache zurückgeholt wurden. Während des Kriegsausbruchs machten enorme Preissteigerungen und Lieferengpässe schwer zu schaffen. Mittlerweile sind die Energiepreise ein zentrales Thema. Besonders die Stromlieferungen seien davon betroffen. „Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich im Herbst beruhigt. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir 2023 eine gute Versorgungslage für unsere Unternehmen haben“, sagte Schmid abschließend.

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Nachhaltig und Mehrschichtparkett, das ist ja wohl ziemlich übertrieben. Die Schichten müssen ja mit Kunststoff verbunden werden. Da kann ich ja gleich Laminat mit Holznachbildung nehmen.
Das Parkett wird dann oben noch lackiert und versiegelt, dann ist es tot wie Kunststoff.
Holz aus der ukraine hat einen langen Weg hinter sich, der kostet auch Diesel.
Holz gibt auch viel Verschnitt.
Vom Baum im Wald kommen doch höchstens 50 % auf dem Fußboden an, der Rest wird auch nur verheizt.
Da ist PVC ( zur Zeit als Vinyl in Mode ) viel nachhaltiger und umweltfreundlicher. Da gibt es fast keinen Abfall. Das ist problemlos zu recyceln, wenn es nicht durch die Sonne vergilbt ist. PVC speichert sehr viel Chlor das sonst im Boden verpresst werden würde.

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