Steigende Wohnungsbaugenehmigungen – Gründe für Anstieg

Steigende Wohnungsbaugenehmigungen - Gründe für Anstieg
Foto: Roland Riethmüller

Der Wohnungsbau sorgt für Stabilität in der Bauwirtschaft. Im Oktober 2021 wurde ein starker Anstieg an Wohnungsbaugenehmigungen in Baden-Württemberg verzeichnet. In den kommenden Monaten wird mit weiteren Genehmigungen gerechnet. Die Gründe dafür dürften in der Corona-Krise und im angespannten Mietwohnungsmarkt liegen. Besonders in Ballungsräumen ist Wohnraum knapp. Auch die eingeschränkten Konsummöglichkeiten sind sicher ein Grund für das Umdenken der Menschen.

Die Corona-Krise und die hohen Mieten haben ihre Spuren hinterlassen. Das zeigt sich an den steigenden Wohnungsbaugenehmigungen für Wohnungen im Oktober 2021 in Baden-Württemberg. In diesem zuletzt berücksichtigten Monat wurden für 4.273 neue Wohnungen Baugenehmigungen erteilt. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 14 Prozent. Insgesamt gab es damit zwischen Januar und Oktober 2021 insgesamt 39.979 Baugenehmigungen für Neubauwohnungen. Das macht gegenüber dem Vorjahr ein Plus von elf Prozent aus. Zweifamilienhäuser konnten sogar ein Plus von 25 Prozent für sich verbuchen, bei den Mehrfamilienhäuser waren es 13 Prozent. Lediglich bei den Einfamilienhäusern blieb die Zahl der Baugenehmigungen gleich. Der Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Möller, sieht den Grund für die gestiegene Nachfrage in der angespannten Lage beim Mietwohnungsmarkt und in der Corona-Krise. Weiter betont er: „Vor allem in Ballungsräumen gibt es kaum freie Mietwohnungen. Und wenn, dann sind sie extrem teuer“. Außerdem hätten sich viele Menschen eher dafür entschieden, ihr Geld lieber in Wohnungseigentum zu investieren und somit bleibende Werte zu schaffen.

Wohnungsbaugenehmigungen – Die Corona-Krise hat zu einem Umdenken geführt

Auch habe die Corona-Krise zu deutlichen Einschränkungen der Mobilität und zu eingeschränkten Konsummöglichkeiten geführt, erklärt Möller. Das habe sicherlich auch die Menschen zum Umdenken veranlasst. Möller hofft zudem, dass die geplante Erhöhung der linearen AfA von zwei auf drei Prozent die Nachfrage bei Anlegern und Investoren positiv beeinflussen wird. Gesamt gesehen bleibt der Wohnungsbausektor eine wichtige Säule der Baubranche. Für die nächsten Monate sehen die Aussichten diesbezüglich sehr gut aus. Der Trend geht immer mehr zum Homeoffice. Allein schon aus diesem Grund ist es für viele Menschen eine Überlegung wert, in Eigentum zu investieren. Erst durch Corona hat sich gezeigt, wie hoch der wahre Stellenwert von Wohneigentum ist. Aus diesem Grund wird auch für das Jahr 2022 mit einem weiteren Anstieg der Wohnungsbaugenehmigungen zu rechnen sein.

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