Von wegen typische Bauarbeiter! Immer mehr Abiturienten am Bau

Von wegen typische Bauarbeiter! Immer mehr Abiturienten am Bau
Foto: Roland Riethmüller

Das Bild der typischen Bauarbeiter wandelt sich. So erfreut sich die Baubranche am steigenden Interesse der Abiturienten, die einen Bauberuf ergreifen möchten. Ein Grund liegt auch in der Digitalisierung, denn viele Projekte werden bereits durch Building Information Modeling (BIM) ausgeführt. Diese Art von Technologie ist durchaus für den gestiegenen Nachwuchs verantwortlich, denn den typischen Bauarbeiter gibt es heutzutage nicht mehr. Nirgendwo sonst ist die Digitalisierung so schnell vorangeschritten, wie am Bau.

Niedersachsen und Bremen kann sich über doppelt so viele Abiturienten freuen, wie vor fünf Jahren. Viele Schulabgänger mit Abitur und Fachabitur entscheiden sich für eine Ausbildung am Bau. In Niedersachsen verfügen in diesem Jahr rund 1.975 Berufseinsteiger über Hochschul- oder Fachhochschulreife. Vor fünf Jahren waren es nur 1.085. Für Bremen zeichnet sich derselbe Trend ab. Hier ist das Verhältnis 162 zu 79. In den Bauberufen ist die Gesamtzahl der Auszubildenden entsprechend gestiegen. In Niedersachsen von 16.567 auf 17.751 und in Bremen von 1.051 auf 1.229.

Förderung der individuellen Entwicklung

„Unsere Unternehmen bauen auf die Aus- und Weiterbildung“, erklärt Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Niedersachsen-Bremen in einem Gespräch. “Das ist ein wesentlicher Baustein für die Karrieremöglichkeiten der Beschäftigten.” Weiterhin sieht er die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten in der Baubranche als Grund für die steigende Zahl der Abiturienten, die sich für eine Ausbildung am Bau interessieren. Dabei unterstreicht auch die steigende Attraktivität der Bauberufe im Norden, wie vorbildlich die Bauwirtschaft aufgestellt sei.

Der typische Bauarbeiter ist passé

Der Bauarbeiter von einst gehört der Vergangenheit an. Ob Hochbau oder Tiefbau, ob Dachdecker, Gleisbauer oder Klimatechniker: „Die Baubranche verabschiedet sich immer mehr vom alten Klischee des typischen Bauarbeiters“, sagt Lars Keller, Vorsitzender des Vereins zur Berufsförderung der Bauwirtschaft Nord. Er betont außerdem, dass die Anforderungen heutzutage in den Bauberufen sehr vielseitig seien. Der Grund dafür liegt auch in der Digitalisierung, die bereits bei vielen Prozessen zum Alltag geworden ist. Das beste Beispiel ist Building Information Modeling (BIM). Diese Technologie sorge schließlich dafür, dass der Bau auch für Abiturienten interessant sei. Seiner Meinung nach gebe es wohl kaum eine Branche, bei der die Digitalisierung so präsent sei, wie in der Bauwirtschaft. Das ist einer der Gründe für den gestiegenen Nachwuchs in der Baubranche.

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Attraktive Ausbildungsmodelle für Abiturienten

gibt es auch in Baden-Württemberg, etwa im Bereich der Stuckateure:

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Mehr Infos für interessierte Betriebe und Schulabgänger unter www.ausbau-manager.de 

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